besser spät als nie

So, über drei Monate ist es jetzt schon her …

Ihr habt sicherlich schon sehnsüchtig auf den nächsten Beitrag gewartet. Und jetzt kommt er endlich.

Wieso ich keine Beiträge mehr geschrieben habe? Irgendwie kann ich das auch nicht mehr so richtig sagen aber auf jeden Fall nicht, weil nix mehr passiert ist! Das kann ich euch versprechen.

So, jetzt gibt es aber wieder einen neuen Beitrag und das ist um ehrlich zu sein nicht mal aus Eigenmotivation entstanden, sondern eher durch das große Interesse und Begeisterung der Schwimmleute aus der Mittwochsgruppe.

Den Blog weiterzugeben war vielleicht ein Eigentor, weil jetzt mehr Leute als nur meine lieben Eltern und ein paar ausgewählte freunde den Blog mitverfolgen. Aber wie auch immer … Jetzt fühle ich mich angeregt mal wieder etwas zu schreiben – besonders weil bald eine neue Reise ansteht.

Aber bevor es so weit ist, wünsche ich euch ganz viel Spaß mit den kommenden Eindrücken aus dem Oktober 2025.

Mein letztes Update war noch aus Albanien geschrieben. Echt schon eine Weile her wie ich schon wieder bemerke. Und um ehrlich zu sein, verblassen auch schon die ersten Erinnerungen aber meine Galerie hilft mir auf die Sprünge.

Von Shkodra aus machen wir uns frühmorgens auf den Weg in das Nachbarland im Norden Albaniens. Weil konkrete Reiseplanung nicht immer ganz so unsere Stärke ist fahren wir anstatt, wie von allen wärmstens empfohlen, nach Kotor, sondern nach Budva. Das ist eine kleine Stadt in Montenegro, circa dreieinhalb stunden nördlich von Shkodra, direkt am Meer. Dort liegen wir nur am Strand rum, gehen essen, bummeln entspannt durch die kleine Altstadt und gehen, auf einmal ganz ungewohnt nach den letzten Wochen ohne Meer, im Mittelmeer baden. 

Budva ist schön aber viel Zeit bleibt uns nicht denn schon am selben Abend fahren wir mit einem weiteren Nachtbus nach Mostar (Bosniern und Herzegowina)

Im Vergleich zu den anderen Busfahrten ist mir diese besonders prägnant im kopf geblieben. 

Sie begann mit zwei Russen die uns nicht in Ruhe gelassen haben, sehr rutschigen und ungemütlichen Ledersitzen im Bus, unerwartet kalten Grenzkontrollen mitten in der Nacht, einem redefreudigem Alkoholiker als sitznachbar und endete zu unserem Bedauern eine Stunde früher als geplant um 5:00 Uhr in Mostar.  

So waren wir gezwungen noch einige Stunden übernächtigt in der noch schlafenden Stadt umher zuwandern. Und so wurde uns das extreme Übergewicht unserer Rucksäcke sehr bewusst.

In der Stadt selber waren die Spuren des Krieges noch deutlich sichtbar.  

Ob das die Einschusslöcher in Hauswänden, oder die erhängte puppen in eingefallenen Gebäuden oder auch die politischen Sprüche waren, die Geschichte des Krieges war allgegenwärtig und unumgänglich. 

Mit all diesen Eindrücken setzen wir uns in einen Zug der einen Teil der schönsten zugstrecke der Welt fährt. In Sarajewo besuchen wir das berührenste Museum das ich bis jetzt besucht habe. Das Museum war so einprägsam, persönlich, berührend und so nah das ich es gar nicht in Worte fassen kann. Solltet ihr mal in Sarajewo sein ist das meine ausdrückliche Empfehlung diese Museum zu besuchen. Hier der Link: https://warchildhood.org

Nach diesen sehr prägenden Tagen und dem ersten Schnee des Jahres machen wir uns an einem Stück auf den Weg nach Basel. Mit einem Nachtbus geht es für uns direkt nach Zagreb und von dort aus mit dem ersten interrailticket durch Kroatien, Slowenien, Österreich bis in die Schweiz.

Budget freundlich wie immer 😉 nisten wir uns bei Phillip meinem Cousin ein. Aus ursprünglich nur einer geplanten Nacht werden schnell 4. Danke noch mal an dieser Stelle für diese herzliche Gastfreundschaft von Philipp und Doro.

Langsam wird einem die Endlichkeit der Reise immer bewusster. Von Montpellier einer Stadt, die uns sehr gut gefällt über Bordeaux, in der wir unfassbar viel Fahrradfahren geht es mit dem TGV nach Paris.

Unsere Reise beenden wir mit dem Wiedersehen eines mittlerweile guten Freundes in Rotterdam. Und am nächsten Tag geht es für uns mit einer zähen Reise zurück in unsere Heimat, Berlin.


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter: